FAKTEN

Frankfurt am Main, 5. Juli 2017

 

DB Cargo

 

Mehr Indianer, weniger Häuptlinge!

 

Welch eine Misere: Vor knapp einem Jahr verkündete der Vorstand von DB Cargo, innerhalb der kommenden vier Jahre mehr als 2 000 Arbeitsplätze abbauen zu müssen. Diese Zahlen, angeblich durch qualifizierte Schätzungen begründet, wurden sogleich in einem Interessenausgleich mit dem Gesamtbetriebsrat verankert.


Seitdem läuft der Schienengüterverkehr der DB mit angezogener Handbremse. Die echten Eisenbahner verlassen reihenweise die „Zukunftsbahn“ und Großkunden nehmen mit Erstaunen wahr, dass sie ihre Frachten nicht mehr mit DB Cargo versenden können, weil auch der attraktivste Preis das Management nicht aus der Reserve locken, sprich zum Handeln bewegen konnte. Wie auch, wenn permanent das direkte Personal abgebaut wurde, während die Anzahl der Häuptlinge anstieg?


Erst nachdem der Eigentümer nun eingreift, bewegt sich das Management in die richtige Richtung. Ende Juni hieß es endlich „Kommando zurück“. Erstmals werden nun wieder Lokrangierführer und Lokomotivführer, Handwerker und Wagenmeister – insgesamt rund 360 direkte Mitarbeiter – eingestellt. Zwar sind immer noch zu viele Häuptlinge an Bord, doch wenigstens steigt jetzt die Anzahl der Indianer.


Als nächstes folgt garantiert die Erfolgsmeldung des Gesamtbetriebsrates, den Vorstand eines Besseren belehrt und zur Umkehrung der Abbauprozesse veranlasst zu haben. Dann weiß jeder, dass es so etwas nur bei der DB geben kann!
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Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer • Baumweg 45 • 60316 Frankfurt am Main

REPORT

Frankfurt am Main, 4. September 2017


DB Cargo


Chaosolympiade bei DB Cargo


„Keiner macht was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit“. Dies scheint das Handlungsmotto der derzeit laufenden „Chaosolympiade DB Cargo“ zu sein. Nicht nur, dass aus einem angeblichen Personalüberhang zum Jahresanfang auf einmal ein formidabler Personalunterbestand – insbesondere bei Lokomotivführern – geworden ist. Darüber hinaus wurde dem Gesamtbetriebsrat (GBR) Cargo auch erneut die Verlängerung des Pilotprojektes „IMS Verkehr“ vorgelegt.


Normalerweise dient ein Pilotprojekt dazu, in einer zeitlich begrenzten Phase einen Sachverhalt zu erproben. Bei Cargo sind aber sogenannte Pilotprojekte wie beispielsweise „GBV ad hoc“ oder „IMS Verkehr“ schon dauerhafte Einrichtungen. Die GDL-Vertreter im GBR haben deutlich gemacht, dass mit dieser Verstetigung von Piloten Schluss sein muss. Doch statt im Interesse der Beschäftigten und damit der Wähler klare Kante zu zeigen, besteht die Mehrheit im GBR auf der weiteren Verlängerung der Piloten.

 

Die Krone setzt dem Ganzen mal wieder der Arbeitgeber auf, der nunmehr eine Energiesparolympiade (ES-Olympiade) einführen will. Fakt ist, dass gut ausgebildete Lokomotivführer den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen vollständig verinnerlicht haben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass durch eine gute und zielgerichtete Ausbildung eine Energiesparolympiade gar nicht erst notwendig wäre und man sowohl Energie als auch unnötige Kosten einsparen könnte. Die GDL hat per se nichts gegen Energiesparen. Die Bedingungen für einen reellen Vergleich sind aufgrund der derzeitigen betrieblichen Situation nicht gegeben. Zu nennen sind hier beispielsweise die hohe Zahl abgestellter Züge, Schwierigkeiten die zuständige Disposition zu erreichen und daraus resultierend neue Verspätungen sowie erneute Zugabstellungen.


Die DB Cargo AG ist aufgefordert, ihre noch offenen Hausaufgaben zu erledigen und nicht weiterhin vom Elfenbeinturm aus ein fragwürdiges Projekt nach dem anderen auf den Weg zu bringen. Nur mit gut ausgebildeten Lokomotivführern, einer regelmäßiger Fortbildung und einem geordneten Verkehr kann es gelingen, mehr Güter auf die Schiene zu bekommen. Nur so wird aus einer Chaos-, eine effektive Energiesparolympiade.


Stark, unbestechlich, erfolgreich

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Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer • Baumweg 45 • 60316 Frankfurt am Main

Blickpunkt

Frankfurt am Main, 23. März 2017


FAE - EVG


Lass das mal die GDL machen...


Frei nach diesem Motto bekommt die EVG-Jugend den Anspruch und die Auszahlung der Fahrentschädigung (FAE) für Azubis mal eben so vom Arbeitgeber übertragen.


Die GDL war es, die in der Tarifrunde 2015/2016 durch den Abschluss des NachwuchskräfteTV und seine Wirkung auf die weiteren Tarifverträge der GDL den Anspruch auf die Zahlung der FAE für Azubis tarifiert hat. Seitdem kämpfen unsere Azubis um die Auszahlung und machen für jede Schicht die sie fahren, durch das Ausfüllen des Leistungszettels ihren Anspruch geltend.


Im Sommer 2016 teilte uns die EVG-Jugend in soziale Medien und persönlichen Gesprächen mit, dass die Azubis keinen Anspruch auf FAE hätten! Und dass auch unsere Tarifverträge falsch wären! Nun ja, so falsch kann das alles nicht gewesen sein, wo doch jetzt die EVG-Jugend ihren Azubis mitteilt, dass es einen Anspruch auf FAE gibt und einen vorgefertigten Antrag zur Geltendmachung fröhlich verteilt, welcher sich zudem auf Tarifstellen bezieht, die das Thema FAE für Azubis gar nicht beinhalten. Wir als GDL-Jugend freuen uns darüber, wenn unsere Erfolge auf ALLE Azubis angewandt werden können und unsere Arbeit geschätzt wird. VIELEN DANK!

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